K. und die Entdeckung des Biorhytmus
Also - K.s Leben ist schon anders als das Meine. Es fängt schon damit an, dass er einen unfassbar klaren Rhtymus hat - OK, das liegt auch an seiner M, aber letzendlich macht es wohl Sinn und bekommt ihm sehr. Nachteil für mich an Tagen, wenn ich die nacht vorher bis 3Uhr arbeiten musste ist aber eben, das er vor acht wach ist. Ich weiss - “vor acht???” brüllen jetzt ca. 80% aller Eltern eines 18M alten Kindes - aber ja - ich war eben fertig!!! Na gut - was solls - brüllt doch!
Tatsache ist, dass K. eben seit seiner Geburt insbesondere auf das Betreiben meiner F und seiner M einen sehr klaren zeitlichen Rhytmus vorgegeben bekommen hat und er diesen Rhytmus bis auf eine OP mit 6 Monaten eingehalten hat (die OP hat uns auch genau die 6 Monate nach hinten geworfen, aber das ist eine andere Geschichte; wichtig ist, dass es gut gegangen ist…so gut sowas eben gehen kann).
Diesen Rhytmus hat er nun anscheinend einfach verinnerlicht. Sei es essen - er isst praktisch nie oder wirklich sehr selten (Kekse oder Mandarinen an Weihnachten) zwischen den Mahlzeiten - also - er fragt nicht mal danach. Ihm reichen sein Frühstück, sein Mittagessen, seine TeaTime und sein Abendessen.
Das sage ich nicht, um anzugeben - sondern weil so viele Zeitschriften und Bücher einen in den Wahnsinn treiben, wie unglaublich hart man sein müsse, um seinem Kind das ordentliche und gesunde essen bei zu bringen…totaler Quatsch….bisher kann ich das zumindest noch sagen.
Ach - ich schweife so gerne ab - also was mich bei der Reflektion dieses Vorgangs beeinduckt hat, ist wie wenig ich oder die meisten meiner hart arbeitenden Mitmschen überhaupt noch ihrem Biorhytmus berücksichtigen (können).
Wir arbeiten - ob selbständig - also selbst und stänig - als Unternehmer oder als Angestellter sehr viel und in unserer spärlichen Freizeit schreiben wir Blogs, machen Musik und haben eben unsere Familien. Ohne mich zu weit aus dem Fenster lehnen zu wollen würde ich behaupten, es gibt abgesehen von dem Wachwerden und ggf. dem Frühstück keine festen Termine mehr…
Bis die Kinder kamen. Die Kinder haben einen Rhytmus - ob man dran arbeitet oder nicht. Und wenn man sich das Leben nicht unnötig verkomplizieren will (und der Rhytmus des Kindes nicht in einer anderen Zeitzone angesiedelt ist), dann plant man seinen Tag in und um diese Vorgabe des Kindes ein/herum.
Eine völlig andere Reflektion des Rhytmus des K. ist die alte Weisheit, dass ständige Wiederholungen von denselben Handlungen zu bestimmten Zeiten oder Orten bei Menschen zu einer geradezu natürlich anmutenden Regelmäßigkeit des eingeübten führen.
Vielleicht muss ich mich nur mal von K.s M und meiner F coachen lassen…naja…und auch treten lassen, denn mit bloßen Worten bin ich nicht immer vom Rechner trennbar…
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2 Kommentare zu “K. und die Entdeckung des Biorhytmus”.
Meine Erfahrung dazu: (Ich nenne sie mal) L. hat einen niemals vorzuahnenden Rhytmus vorgegeben. Sehr spät erst, da L. nicht gerne schlief, aber immerhin mittlerweile vorhanden. Das dieser Rhytmus aufstehen zwischen 6 und 7 Uhr bedeutet, ist ein Nachteil. Könnte aber schlimmer sein (und war es schon). Ich höre immer mit Neid Erzählungen von anderen Eltern, dass die Kinder bis 8, 9, 10 Uhr schlafen.
Ich bin froh um den Rhytmus. Regelmäßiges Essen, funktionierende Abläufe.
10 Uhr wäre was - wahrscheinlich würde mich mein ächzender Rücken vorher wecken, aber ein Traum wäre es, wenn die Nacht wieder lang war…
Wobei ich mich ja wie gesagt mit 7-8 (heute halt halb 7) nicht beschweren darf…
Interessant ist auch, dass ich tatsächlich pünktlich Hunger habe…wo ich früher so unregelmäßig gegessen habe…
Aber ab Sommer (bei Euch früher) wird das ja auch wieder alles anders - Kind2.0…