Schäfer-Gümbel und der Ypsilantifehler: Wer zu spät geht, den bestraft der Wähler
Nun ist es also amtlich. Nicht die CDU ist der Gewinner dieser Wahl, sondern FDP und Grüne - auch wenn Sie nicht das von mir als erheiterndes Ziel erreicht haben, nur miteinander über eine Regierung verhandeln zu müssen, so besetzen Sie dnun schon 30% der Sitze.
Und direkt nach Verkündung der Wahlergebnisse bzw. der ersten Hochrechnung tritt Frau Ypsilanti von allen Ämtern zurück. Was die hessische SPD und Timing antrifft, muss man wirklich rätseln. Wenn Sie mögen, können Sie hier
Frau Ypsilanti tritt also zurück. Direkt nach der Wahl und übernimmt damit Verantwortung. Klasse, könnte man meinen.
Aber eigentlich muss man sich fragen, auf welchem Planeten die Bewohner der hessischen SPD eigentlich leben. Wäre es nicht sinnvoller gewesen, Frau Ypsilanti wäre gleich mit der Ernennung von Schäfer-Gümbel zum Kandidaten zurück getreten? Hätte man so Schäfer-Gümbel nicht mehr Chancen eingeräumt, weil der zweifelnde Wähler nicht hätte vermuten müssen, dass Frau Ypsilanti ggf. doch die heimliche Macht in der hessischen SPD hat?
Gefragt, wie er das sähe, antwortete Schäfer-Gümbel am Sonntag abend in der ARD, dass er keine Zeit für die Arbeit des Landeschefs gehabt habe und sich daher z.B. nicht mit der Zusammensetzung der Liste der SPD hätte beschäftigen können. Und das sei der Grund, warum Frau Ypsilanti eben im Amt der Landeschefin geblieben sei…
Kommuniziert hat man das so vor der Wahl natürlich nicht. Meiner bescheidenen Schätzung nach hat das die SPD sicherlich 10-15% gekostet, aber über eine entsprechende Umfrage würde ich mich sehr freuen.
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